
(27. September 2011)
News und Meldungen
Büroeinrichtungsbranche
Gute Entwicklung im ersten Halbjahr 2011
Büromöbel aus deutscher Produktion waren in den ersten sechs Monaten des Jahres im In- und Ausland stark gefragt. Für das erste Halbjahr 2011 meldet der bso Verband Büro-, Sitz- und Objektmöbel e. V. ein Umsatzplus von 21,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Auch der deutsche Fachhandel mit Büroeinrichtung ist im Sprint, um den seit 2009 verlorenen Umsatz wieder aufzuholen. Dort fielen die Zuwächse im ersten Halbjahr 2011 nach Meldungen des Bundesverband Bürowirtschaft (BBW) sogar noch etwas höher aus als bei den Herstellern. Bis Ende Juni 2011 wurde ein Drittel Umsatzzuwachs erreicht.
Grundlage der Zuwächse waren die Neumöblierungen im Bestand. Viele Unternehmen gestalten ihre Arbeitsplätze in den vergangenen Monaten neu. Und dieser Prozess scheint noch nicht abgeschlossen zu sein. In einer jüngst vom bso veröffentlichten Unternehmensbefragung zum Status quo von Büroeinrichtungen in Deutschland gaben 13,0 Prozent der Befragten an, dass sie ihre Büro-Arbeitsplätze in naher Zukunft an neue Anforderungen anpassen werden. Weitere 16,4 Prozent haben noch keine konkreten Pläne, halten Veränderungen aber für grundsätzlich angezeigt. (In diesen Zahlen ist der laufende Ersatzbedarf nicht berücksichtigt.)
Das Potenzial für eine weitere positive Entwicklung ist also gegeben.
IAB
Arbeitskräfteangebot sinkt bis 2025 um 3,5 Millionen
Die Zahl der Personen, die dem Arbeitsmarkt potenziell zur Verfügung stehen, wird bis 2025 um fast 3,5 Millionen sinken. Selbst bei einer steigenden Erwerbsquote der Frauen und der Älteren sowie einer jährlichen Nettozuwanderung von 100.000 Personen wird sie von heute 44,8 auf 41,3 Millionen zurückgehen und dann nur noch knapp über der Zahl der heute Erwerbstätigen liegen (40,8 Millionen). Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
"Selbst wenn es gelingt, dass sich mehr Ältere, Frauen, Ausländer und Ausländerinnen am Erwerbsleben beteiligen, muss man sich längerfristig auf eine deutlich kleinere Bevölkerung und ein viel geringeres Arbeitskräftepotenzial einstellen", halten die Autoren der IAB-Studie fest. Die Verringerung der Zahl potenzieller Erwerbstätiger um rund 8 Prozent bis zum Jahr 2025 ist jedoch erst der Anfang. Für 2050 rechnen die Nürnberger Arbeitsmarktforscher mit einem Rückgang von bis zu 12 Prozent.
Große Hoffnung setzen die Experten des IAB in die Verbesserung des Ausbildungsniveaus gering Qualifizierter. Allerdings: Europa ist längst auf dem Weg in die Wissensgesellschaft. Es werden also deutlich mehr qualifizierte Fachkräfte benötigt und so ist der Kampf um die "besten Köpfe" längst eröffnet.
Ein attraktiver Arbeitsplatz kann da ein gutes Argument sein.
